Praxis
Teamabgleich ohne Bauchgefühl
Wenn Mitarbeitende eine Person sehr unterschiedlich erleben, ist das nicht automatisch ein Problem der Beobachtenden. Unterschiedliche Beziehungen, Tageszeiten, Aufgaben und Umgebungen können tatsächlich unterschiedliche Kompetenzen sichtbar machen.
Unterschiedliche Beobachtungen sinnvoll zusammenführen
Nicht abstimmen, sondern Unterschiede erklären
Ein Teamabgleich sollte nicht darauf zielen, möglichst schnell einen Mittelwert zu bilden. Produktiver ist die Frage: Unter welchen Bedingungen sieht Person A etwas anderes als Person B?Hilfreich ist eine kurze Struktur:
- konkrete Situation statt allgemeiner Eindruck,
- beobachtbares Verhalten statt Interpretation,
- Belastungsfaktoren benennen,
- Unterstützung beschreiben,
- Ergebnis der Situation festhalten.
So entsteht aus widersprüchlichen Beobachtungen ein differenziertes Profil.
Einordnung: Dieser Beitrag ist redaktionelles Hintergrundwissen und keine individuelle diagnostische Empfehlung.