Emotionale Entwicklung verständlich und fachlich einordnen.Unabhängig · werbefrei · keine Testitems
SEED-2 Entwicklungslogik

Sechs Phasen.
Sechs andere Bedürfnisse.

Die Phasen sind kein starres Stufensystem für den ganzen Menschen. Sie helfen, typische emotionale Entwicklungsaufgaben zu strukturieren und Unterstützungsbedarfe kontextbezogen zu verstehen.

1
0–6 Monate

Adaption

Regulation, Reizverarbeitung und basale Sicherheit

Im Zentrum stehen körpernahe Regulation, Rhythmus und das Erleben von Verlässlichkeit. Unterstützung ist besonders wirksam, wenn sie ruhig, vorhersehbar und reizbewusst gestaltet wird.

Praxisfrage: Welche Form von Sicherheit, Beziehung, Struktur oder Eigenständigkeit braucht die Person in belastenden Situationen tatsächlich?
2
7–18 Monate

Sozialisation

Bindung, Sicherheit und verlässliche Bezugspersonen

Beziehungen werden zum sicheren Ausgangspunkt. Vertraute Personen, Wiederholung und eine klare Nähe-Distanz-Regulation können entscheidender sein als ausführliche verbale Erklärungen.

Praxisfrage: Welche Form von Sicherheit, Beziehung, Struktur oder Eigenständigkeit braucht die Person in belastenden Situationen tatsächlich?
3
19–36 Monate

Erste Individuation

Autonomie, Grenzen und eigener Wille

Selbstständigkeit und Abgrenzung gewinnen an Bedeutung. Konflikte um „selbst machen“, Übergänge und Begrenzungen brauchen klare, ruhige Führung bei gleichzeitig ernst genommener Autonomie.

Praxisfrage: Welche Form von Sicherheit, Beziehung, Struktur oder Eigenständigkeit braucht die Person in belastenden Situationen tatsächlich?
4
4–7 Jahre

Identifikation

Rollen, Regeln, Zugehörigkeit und Identifikation

Orientierung an wichtigen Personen, Regeln und Rollen tritt stärker hervor. Anerkennung, eindeutige Erwartungen und nachvollziehbare soziale Ordnung werden bedeutsam.

Praxisfrage: Welche Form von Sicherheit, Beziehung, Struktur oder Eigenständigkeit braucht die Person in belastenden Situationen tatsächlich?
5
8–12 Jahre

Realitätsbewusstsein

Differenzierung, Logik, Moral und soziale Perspektive

Komplexere Zusammenhänge, Regeln und Perspektiven können zunehmend einbezogen werden. Selbstbild, Fairness und realistischere Einschätzungen gewinnen an Bedeutung.

Praxisfrage: Welche Form von Sicherheit, Beziehung, Struktur oder Eigenständigkeit braucht die Person in belastenden Situationen tatsächlich?
6
13–18 Jahre

Soziale Individuation

Identität, Selbstreflexion und soziale Eigenständigkeit

Identitätsbildung, abstraktere Selbstreflexion und die eigene Position in sozialen Gruppen rücken in den Vordergrund. Begleitung braucht Raum für Eigenständigkeit, Aushandlung und Verantwortung.

Praxisfrage: Welche Form von Sicherheit, Beziehung, Struktur oder Eigenständigkeit braucht die Person in belastenden Situationen tatsächlich?